So machst du deine Website wieder schnell, sicher und zuverlässig
Der Jahresanfang ist für viele der perfekte Moment, um Ordnung zu schaffen. Nicht nur im Büro oder Zuhause, sondern auch in WordPress. Über Monate oder sogar Jahre sammeln sich dort Dinge an, die man nicht mehr braucht. Alte Plugins, ungenutzte Themes, Testinhalte, vergessene Benutzerkonten oder Datenbankballast.
Das Problem: All das bleibt oft unbemerkt. Die Website funktioniert scheinbar noch, aber sie wird langsamer, unsicherer und anfälliger für Fehler.
Dieser Beitrag ist dein strukturierter WordPress-Frühjahrsputz für 2026. Verständlich erklärt, praxisnah und ohne unnötige Technikdetails. Ideal für Selbstständige, Unternehmen und alle, die ihre Website zuverlässig betreiben wollen.
Warum ein WordPress-Frühjahrsputz so wichtig ist
Viele Probleme entstehen nicht durch einzelne Fehler, sondern durch Vernachlässigung über längere Zeit.
Typische Folgen sind:
- langsamere Ladezeiten
- unerklärliche Fehlermeldungen
- Sicherheitslücken durch veraltete Plugins
- Update-Probleme, die plötzlich alles lahmlegen
Ein regelmäßiger Frühjahrsputz sorgt dafür, dass deine Website stabil bleibt und du später keine teuren Notfallreparaturen brauchst.
Schritt 1: Backup erstellen – bevor du irgendetwas anfasst
Bevor du aufräumst, gilt eine goldene Regel: Immer ein aktuelles Backup erstellen.
Egal ob über dein Hosting, ein Backup-Plugin oder extern gespeichert. Wichtig ist:
- Dateien und Datenbank sichern
- Backup testen oder zumindest sicher ablegen
Erst danach geht es weiter. Alles andere wäre fahrlässig.
Schritt 2: Plugins konsequent ausmisten
Plugins sind der häufigste Grund für Probleme in WordPress.
Gehe deine Plugin-Liste ehrlich durch:
- Brauche ich dieses Plugin wirklich noch?
- Nutze ich die Funktion regelmäßig?
- Wurde das Plugin in den letzten Monaten aktualisiert?
Wichtig:
Deaktivieren reicht nicht. Plugins, die du nicht nutzt, solltest du vollständig löschen. Auch deaktivierte Plugins können Sicherheitsrisiken darstellen.
Faustregel:
Weniger Plugins, dafür gepflegt und aktiv genutzt.
Schritt 3: Alte Themes löschen
Viele Websites haben neben dem aktiven Theme mehrere alte Standard-Themes wie Twenty Twenty, Twenty Twenty-One oder ähnliche installiert.
Behalte:
- dein aktives Theme
- maximal ein sauberes Standard-Theme als Fallback
Alles andere kannst du löschen. Das reduziert Angriffsfläche und sorgt für mehr Übersicht.
Schritt 4: Benutzerkonten prüfen und aufräumen
Gerade bei älteren Websites sammeln sich Benutzerkonten an:
- ehemalige Mitarbeiter
- Agenturen
- Testzugänge
- alte Administratoren
Prüfe:
- Wer hat wirklich Zugriff nötig?
- Welche Rolle ist sinnvoll?
- Gibt es mehrere Admin-Konten ohne klaren Zweck?
Entferne alles, was nicht mehr gebraucht wird. Weniger Zugänge bedeuten automatisch mehr Sicherheit.
Schritt 5: Inhalte, Entwürfe und Medien bereinigen
WordPress speichert sehr viel im Hintergrund:
- alte Entwürfe
- Revisionen
- nicht verwendete Bilder
- Testseiten und Platzhalter
Gehe durch:
- Entwürfe und Papierkorb
- Mediathek
- alte Seiten oder Beiträge ohne Zweck
Das macht die Website nicht nur aufgeräumter, sondern oft auch spürbar schneller.
Schritt 6: Datenbank entschlacken – mit Augenmaß
Du musst kein Technikprofi sein, um die Datenbank zu entlasten.
Viele Wartungs- oder Optimierungs-Plugins (wie z. B. WP-Sweep) helfen dabei:
- Revisionen reduzieren
- Transients löschen
- Datenbanktabellen aufräumen
Wichtig ist, hier nicht blind alles zu löschen. Nutze nur Funktionen, die klar erklärt sind, und erst nach einem Backup.
Schritt 7: Updates bewusst durchführen
Jetzt ist der richtige Moment für Updates:
- WordPress Core
- Plugins
- Themes
Führe Updates nacheinander durch und prüfe zwischendurch, ob alles funktioniert. Genau so vermeidest du typische Update-Katastrophen.
Falls du dabei Unterstützung benötigst, kann ich dir gerne eine einmalige Wartung oder einen laufenden Wartungsvertrag für deine Website anbieten.
Bonus: Sicherheit kurz prüfen
Ein Frühjahrsputz ist auch der perfekte Zeitpunkt für einen kurzen Sicherheitscheck:
- Sind alle Passwörter aktuell und stark?
- Wird für alle Admin Accounts 2FA verwendet?
- Gibt es unnötige Admin-Zugänge?
- Läuft eine grundlegende Sicherheitslösung?
Oft reichen schon kleine Anpassungen, um große Risiken zu vermeiden.
Fazit: Weniger Ballast, mehr Kontrolle
Ein WordPress-Frühjahrsputz ist keine kosmetische Spielerei. Er sorgt für:
- mehr Sicherheit
- bessere Performance
- weniger Stress bei Updates
- langfristig stabilere Websites
Wenn du dir dafür ein bis zwei Stunden Zeit nimmst, sparst du dir später oft Tage an Fehlersuche und Ärger.
Und falls du merkst, dass dir das alles zu viel ist oder du unsicher bist:
Dann ist es vollkommen legitim, sich Hilfe zu holen. WordPress muss nicht kompliziert sein, aber es sollte zuverlässig laufen.


